Das Heizen in Standardhäusern dient nur zum Ausgleich von Wärmeverlusten. Mit den aktuellen Techniken ist es möglich, Ihr Haus zu "versiegeln", um es passiv zu machen. So reichen die Sonnenwärme und die Wärme der Bewohner aus, um im Sommer wie im Winter die ideale Temperatur zu halten.
Passivhaus: Definition
Ein "Passivhaus" ist ein Haus, das seinen Heizenergieaufwand im Vergleich zu einem Neubau nach den deutschen Wärmeschutzstandards von 1995 um 80% reduziert. Seit dem Grenelle de l'Environnement heißt das offizielle französische Label Hohe Umweltqualität (HQE). Ein Passivhaus kostet zwischen 7 und 15 % mehr als ein herkömmliches Haus, aber dieser Mehraufwand amortisiert sich dank der Einsparungen bei der Heizkostenrechnung schnell.
Passivhaus: Dämmung
Eine der Grundlagen des Passivhauses ist die Wärmedämmung. Es geht vor allem darum, Wärmebrücken zu vermeiden: Orte, an denen die Wärme schneller abfließt als anderswo (Türen, Fenster etc.). Die erste Lösung besteht darin, diese Wärmebrücken so weit wie möglich zu reduzieren. Bei Fenstern wird beispielsweise eine Dreifachverglasung empfohlen. Wo ein traditionelles Haus 10 cm Dämmung benötigt, benötigt ein Passivhaus 30 oder 40. Dämmstoffe auf Zellulose- oder Holzbasis sorgen im Sommer für mehr Komfort.
Passivhaus: Heizung
Sonnenenergie wird hauptsächlich durch die Fenster des Hauses eingefangen. Sie müssen daher an der Südfassade angebracht werden, die am meisten Sonnenlicht profitiert. Um eine zu starke Überhitzung zu vermeiden, sollten Sie die Installation von Rollläden, Markisen oder noch besser Pflanzenschutz in Erwägung ziehen. Bei einem Passivhaus wird die Luft mechanisch erneuert. Es wird von außen angesaugt und durch die heiße Abluft seiner Bewohner und Haushaltsgeräte erwärmt.