Gültige Normen und Ausstattung eines Badezimmers für Personen mit eingeschränkter Mobilität
Müssen Sie für einen Elternteil mit einer Behinderung oder einem Verlust der Autonomie ein Badezimmer einrichten? Hier finden Sie alle geltenden Normen sowie die Ausrüstung und das Zubehör, die Sie nicht vergessen sollten, um ein Badezimmer für Personen mit eingeschränkter Mobilität richtig einzurichten.
Badezimmer für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: vor allem ein freier Raum!
Damit sich eine Person im Rollstuhl oder Gehhilfe sicher im Badezimmer bewegen kann – und bei Bedarf von einer Pflegekraft begleitet werden kann, ist es wichtig, dass der Raum ausreichend frei ist. Also:
- Die Breite der Zugangstür zum Badezimmer muss mindestens 90 cm betragen, die Öffnung nach innen darf jedoch 90 cm nicht überschreiten. Schiebe- und F alttüren werden in einem Badezimmer für Menschen mit eingeschränkter Mobilität am meisten empfohlen, um so viel Bodenfläche wie möglich freizugeben.
- Der Boden – rutschfest – muss frei sein, ohne überflüssige Accessoires, die eine gute Zirkulation im Raum behindern könnten.
- Damit eine Person mit eingeschränkter Mobilität problemlos wenden kann, muss eine Wendezone von 1,50 m Durchmesser vorhanden sein.
Badezimmer für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Welche Standards müssen erfüllt sein?
Wenn Sie ein Badezimmer an ältere oder behinderte Menschen anpassen möchten, finden Sie hier die geltenden Normen, die Sie einh alten müssen, damit Ihre Installation absolut sicher ist:
- Der Sch alter muss sich 1 m über dem Boden befinden;
- Türgriffe müssen 1,05 m über dem Boden angebracht sein;
- Die Höhe der Badewannenarmaturen darf 0,50 m über dem Boden nicht überschreiten;
- Die Schubladen müssen zwischen 0,70 und 1,10 m über dem Boden liegen;
- Niedrige Lagerung muss 0,25 m über dem Boden liegen, hohe Lagerung zwischen 0,60 und 1,50 m;
- Der Spiegel darf nicht mehr als 1,05 m über dem Boden angebracht werden.
- Die H altegriffe müssen zwischen 0,70 und 0,90 cm über dem Boden liegen.
Was die Abmessungen betrifft, muss die Mindestlänge eines Badezimmers für Personen mit eingeschränkter Mobilität 2,10 m und die Breite mindestens 1,70 m betragen.
Welche Ausstattung im Badezimmer für Menschen mit eingeschränkter Mobilität?
Das müssen Sie bei der Badezimmerausstattung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität beachten:
- Das PRM-Waschbecken wird häufig im Sitzen verwendet: Es muss sich daher 85 cm über dem Boden befinden und entlang der Wand einen Freiraum von 30 bis 70 cm aufweisen.Um die Person nicht zu stören und eine gute Installation zu gewährleisten, ist der Siphon des PMR-Waschbeckens gegenüber dem eines herkömmlichen Waschbeckens versetzt. Es kann mit einem seitlichen H altegriff ergänzt werden.
- Die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität am einfachsten zugänglichen Toiletten sind erhöhte Toiletten (ob klassische freistehende Toiletten oder modernere Hängetoiletten). Tatsächlich erfordern erhöhte Toiletten aufgrund ihres hohen Sitzes (zwischen 45 und 50 cm über dem Boden) weniger Kraftaufwand beim Hinsetzen und Aufstehen als herkömmliche Toiletten. Allerdings müssen PMR-Toiletten mit H altegriffen ausgestattet sein, die an der Wand befestigt sind (zwischen 75 und 80 cm über dem Boden). Für Rollstuhlfahrer muss zusätzlich zu den Toiletten ein Freiraum von 80 x 130 cm vorhanden sein.
- Für die Dusche ist es ideal, eine offene begehbare Dusche mit ebenerdigem Zugang zu installieren, anstatt eine Badewanne oder Dusche mit einer Stufe oder Schwelle, die man überqueren muss. Für maximalen Komfort und Sicherheit sollten Sie auch über die Installation eines H altegriffs und eines rutschfesten Duschstuhls nachdenken, um Stürze zu verhindern.Soll die PMR-Dusche von anderen Personen genutzt werden, kann der Klappsitz eine gute Lösung sein!